Vergleichswettkampf Hedingen 22.04.2017

Am späten Samstagvormittag besammelte sich die Gruppe von Vergleichswettkämpfern minus Oberturner bei der Turnhalle Wygarten. Nach intensiven Berechnungen am Vorabend konnten die Platzverhältnisse in den Autos, trotz kleinem Rechnungsfehler, optimal ausgenutzt werden.
Optimal im Zeitplan und sogar noch vor dem Oberturner trafen wir beim Sportplatz Schlag ein, welcher, nur fürs Protokoll, weder zur Anlage Güpf noch zur Anlage Schachen gehört. Der Damenturnverein Hedingen war noch mit Aufbauarbeiten beschäftigt, während sich die Herren aus Hedingen sehr intensiv mit Fussball beschäftigten. Die Konkurrenz aus Ottenbach traf etwas später mit dem Velo ein. Jonen hatte sich abgemeldet, weshalb schweren Herzens auf den Wettkampfteil Barrenturnen verzichtet werden musste, welcher uns im letzten Jahr Höchstnoten beschert hatte.
Nach einem kurzen Einlaufen folgte auch schon der erste Wettkampfteil, Pendelstaffette. Davor wurden uns noch unsere zwei Nannies zugewiesen, Anja und Stephanie (NICHT Stephi), welche uns den ganzen Nachmittag zu den Wettkämpfen begleiteten. Traditionellerweise fand die Staffette auf der Wiese statt, was nicht allen Freude bereitete. Ebenso hatte die Hälfte der Läufer mit heftigem Gegenwind zu kämpfen.
Danach ging es weiter zur Turnhalle Schachen, der erste Plauschwettkampf stand an.
Es mussten zwei Teams gebildet werden wobei nur die Leistung des besseren zählte. Das Ziel war möglichst viele Treffer im Basketballkorb zu versenken. Das erste Team stellte sich also in einer Reihe auf, die Reihenfolge musste unbedingt eingehalten werden, und nacheinander versuchten die Spieler ihr Glück. Das gelang, nach unserem Gefühl jedenfalls, eher schlecht als recht, der Flow wollte sich bei beiden Teams nicht wirklich einstellen.
Als nächste Turnfestdisziplin folgte Weitsprung. Da der Sandkasten relativ kurz war, musste vom hinteren der beiden angezeichneten Balken abgesprungen werden. Warum er so kurz war wurde schnell klar. Es war nämlich gar nicht möglich auf dieser Anlage Höchstleistungen zu vollbringen, da sie eine Steigung aufwies! Dennoch kamen ein paar ganz ansehnliche Resultate zustande (Dario, Yanick), während andere sich vor allem darauf konzentrierten, wenigstens einen gültigen Sprung auf die Reihe zu bekommen und die Qualität darunter deutlich litt.
Als Drittes stand wieder eine Plauschdisziplin auf dem Programm. Diese fand in der Halle statt. Es galt Bauklötze von einem Ort zum anderen zu bringen und dort zu einem möglichst hohen Turm zusammenzubauen. Dabei es auch möglich, verschiedene kleinere Türme zu bauen, dies wurde einfach entsprechend tiefer bepunktet. Der Transport fand erfolgte mit einem Haken von dem in alle Richtungen Schnüre wegliefen und jeder Teilnehmer hatte ein Schnurende in der Hand. Relativ schwer vorstellbar, es war jedenfalls ziemlich anspruchsvoll. Der zukünftige Maschinenbauer übernahm die Führung und das Kommando und entschied auch, dass zwei Türme anstelle nur eines hohen erstellt werden sollten, unsere Gegner waren da risikofreudiger wie sich später herausstellte. Die Aufgabe wurde aber dennoch mit Bravour erfüllt, die Koordination klappte erstaunlich gut.
Sodann ging es wieder zurück zur Sportanlage Schlag für den Fachtest Allround Beachball. Obwohl nach unserer Ansicht das Resultat in Ordnung war, stellte sich nach einem späteren Blick auf die Rangliste klar heraus, warum wir dieses Jahr diese Disziplin am Turnfest nicht ausüben werden.
Weiter folgte Schleuderball.
Dort tat sich vor allem ein (sehr erfahrener) Teilnehmer hervor, welcher den Schleuderball statt nach vorne in Richtung der seitlich stehenden Zuschauer schleuderte. Einige entgingen nach ihrer eigenen Auffassung nur knapp einer Katastrophe während andere behaupten, der Ball sei meterweit vorbei geflogen. Wach waren danach jedenfalls alle.
Nach einigen Problemen beim Ausmessen der Würfe aufgrund eines zu kurzen Massbandes, folgte noch die letzte Plauschdisziplin, wiederum nicht ganz einfach zu erklären. Es war eine Mischung aus Zielwurf und „Böckligumpe“ wobei der „Böckligumpe“-Teil bei den meisten eher an Rennen gewürzt mit spastischen Verrenkungen erinnerte. Jedenfalls wuchsen zwei der drei Teams bei dieser Disziplin angesichts des nun in Sichtweite stehenden Biers noch einmal über sich selbst hinaus und schlugen alle bisher aufgestellten Rekorde.
Danach teilte sich das Team, die einen gönnten sich das erste Bier während die anderen duschen gingen, Geschlechter spielten bei dieser Aufteilung absolut keine Rolle.
Danach machte sich bei allen langsam aber sicher der Hunger bemerkbar und einige bemerkten ungehalten, dass die Hedinger noch immer am Schleuderbälle schleudern waren und sich keiner um den Grill zu kümmern schien. Nach einem Zuckernachschub in Form von Mandelgipfeln beruhigte sich die Situation wieder und mit einer halben Stunde Verspätung war das Essen dann auch bereit.
Mit viel Spannung erwartet folgte sodann auch die Rangverkündigung. Schnell wurde klar, dass es sich um eine knappe Angelegenheit gehandelt hatte. Dank einer souveränen Leistung konnte sich unser Turnverein dann aber am Ende durchsetzen! Dies wurde natürlich frenetisch bejubelt, allfällige Korrekturen der Rangliste (siehe letztes Jahr) würden nicht beachtet werden, da war man sich einig. (Übrigens sind bis jetzt auch keine solchen eingetroffen, der Sieg ist und bleibt also wohlverdient!).
Zum Schluss bleibt noch allen Teilnehmern für ihren Einsatz zu danken!
Ein weiteres Dankeschön gebührt dem Turnverein Hedingen für die tadellose Organisation (abgesehen von einem gewissen Patzer bezüglich eines Nachnamens auf der Rangliste.)
Wir sind nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei!

- Leonie PFALZGRAF