Dieses Jahr fand unsere Jugi Wanderung in den Frühlingsferien, am 21. April statt. Zwölf motivierte Kinder trafen sich bereits um 7.35 Uhr am Bahnhof Mettmenstetten. Wegen Gleisarbeiten führte unsere Reise dieses Mal mit dem Bus nach Zug, weiter über Arth-Goldau bis nach Rothenthurm. Trotz der längeren Anreise war die Stimmung von Anfang an bestens.
In Rothenthurm angekommen, ging es direkt los. Schon bald führte uns der Weg durch die eindrückliche Moorlandschaft und anschliessend den ersten Hügel hinauf zum ersten Posten des Krafthwegs. Dort legten wir eine erste Pause ein und probierten uns im Steinstossen. Frisch gestärkt wanderten wir weiter zum nächsten Posten mit einem Fotopunkt und Kraftgeräten.

Je höher wir kamen, desto spannender wurde der Weg. Während einige brav auf dem offiziellen Wanderweg blieben, entschieden sich andere kurzerhand für die anspruchsvollere Route neben dem Weg bei dem sie klettern und balancieren mussten. Unterwegs kamen wir auch an einer kleinen Kiesdeponie vorbei, die sofort zum Klettern und Herumturnen einlud.

Da ein Teil des Weges noch neu erstellt wurde, mussten wir den letzten Abschnitt vor der Mittagspause quer durch einen verwachsenen Wald zurücklegen. Das sorgte für etwas Abenteuer. Die Mittagspause machten wir schliesslich neben einer kleinen Hütte mitten im Wald.
Das Wetter zeigte sich zwar freundlich und sonnig, doch der kräftige Wind sorgte bei vielen Kindern für kalte Hände. Deshalb beschlossen wir kurzerhand, ein Feuer zu machen. Ganz einfach war das allerdings nicht, denn eigentlich waren wir dafür gar nicht ausgerüstet. Nach mehreren Anläufen gelang es schliesslich doch noch, ein wärmendes Feuer zu entfachen. Umso besser schmeckte danach das Mittagessen.

Nach der ausgiebigen Pause ging es weiter durch den Wald zum höchsten Punkt der Wanderung. Die Kinder waren sichtlich erleichtert, dass von dort an der Weg hauptsächlich bergab führte. Durch eine Rinderweide gelangten wir zum nächsten Posten, wo auf einer Bank Liegestützen gemacht werden konnten. Sofort entstand ein kleiner Wettkampf und die Kinder massen sich gegenseitig.

Leider waren einige Posten des Krafthwegs noch nicht installiert, da in der Region lange Schnee lag. Trotzdem gab es entlang der Strecke immer wieder Spannendes zu entdecken. Auch ihr Wissen über Pflanzen überraschte: Immer wieder wurden Blumen und Kräuter entdeckt und bestimmt. Besonders beliebt war der Sauerampfer, der natürlich sofort probiert wurde.
Schliesslich erreichten wir unser Ziel erschöpft, aber zufrieden. Zur Belohnung gab es für alle noch ein Glace, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Müde Beine, zufriedene Gesichter und viele schöne Erinnerungen begleiteten uns zurück nach Mettmenstetten.

Natascha Ott
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